"Von Al­ko­hol­kon­trol­le bis Un­fall­flucht"

Neue Broschüre des DAV

„Von Al­ko­hol­kon­trol­le bis Un­fall­flucht“ lautet der neue Titel der aktuellen Broschüre der Ar­beits­ge­mein­schaft der Ver­kehrs­an­wäl­te des Deutschen An­walt­ver­eins. In dieser stellen Ver­kehrs­an­wäl­te dem Leser dar, wie sich der Ver­kehrs­teil­neh­mer bei­spiels­wei­se in einer Ver­kehrs­kon­trol­le richtig verhält oder was bei einem Unfall zu beachten ist. Gleich­zei­tig werden zahl­rei­che Tipps gegeben, was bei einem Fahr­zeug­kauf zu beachten ist und welche Ver­si­che­run­gen unbedingt er­for­der­lich sind.

Rechts­an­walt Janeczek äußert sich in der Broschüre umfassend zum Thema Un­fall­flucht. So ist bei einem Ver­kehrs­un­fall jeder Be­tei­lig­te ver­pflich­tet, an der Un­fall­stel­le zu bleiben. Wer dagegen verstößt, macht sich strafbar. Denn jeder Un­fall­be­tei­lig­te muss fest­stel­lungs­be­rei­ten Personen die not­wen­di­gen Fest­stel­lun­gen zur Person, zum Fahrzeug und zur Art der Be­tei­li­gung er­mög­li­chen oder eine bestimmte Zeit auf diese warten.

Un­fall­flucht wird richtig teuer!

Der Verstoß gegen das so­ge­nann­te un­er­laub­te Entfernen vom Unfallort wird re­gel­mä­ßig bereits beim Ersttäter mit min­des­tens einer Geld­stra­fe im Bereich eines Mo­nats­net­to­ge­halts bestraft. Zudem werden im Ver­kehrs­zen­tral­re­gis­ter sieben Punkte ein­ge­tra­gen. Beträgt der Fremd­scha­den mehr als ca. 1.300 € wird im Regelfall der Füh­rer­schein entzogen und eine Sperr­frist von min­des­tens sechs Monaten verhängt. Wird der Verstoß in der Probezeit begangen und der Füh­rer­schein noch nicht entzogen, ist die Ab­sol­vie­rung eines Auf­bau­se­mi­nars fällig.

Ab wann ist ein Unfall ein Unfall?

Ein Ver­kehrs­un­fall ist bereits bei einem Fremd­scha­den im Bereich von 30 bis 50 € gegeben. Jeder Kleinst­scha­den zwingt also dazu, am Unfallort zu ver­blei­ben. Be­tei­lig­ter ist nicht nur der Un­fall­ver­ur­sa­cher, sondern auch der völlig schuld­lo­se Un­fall­be­tei­lig­te. Er muss ebenfalls an der Un­fall­stel­le bleiben und seine Per­so­na­li­en bekannt geben. Dies gilt sogar für den Halter eines Kraft­fahr­zeu­ges, der lediglich als Beifahrer in dem auf ihn ge­mel­de­ten Fahrzeug saß.

Wie verhält man sich am Unfallort?

Am Unfallort ver­blei­ben heißt dabei, dass man sich auch aktiv als Be­tei­lig­ter vor­zu­stel­len hat. Bildet sich z. B. eine Men­schen­men­ge und versteckt sich der Be­tei­lig­te in dieser, verbleibt er der zwar kör­per­lich am Unfallort, er­mög­licht jedoch keine Fest­stel­lun­gen zu seiner Person. Auch damit ist der Tat­be­stand erfüllt.

Wie lange muss man warten?

Sind keine fest­stel­lungs­be­rei­ten Personen anwesend, muss gewartet werden, bis solche Personen zur Un­fall­stel­le hin­zu­kom­men. Die Wartezeit ist abhängig von den Umständen, bis wann mit dem Ein­tref­fen solcher Personen zu rechnen ist. So sollte man z. B. am Tage auf dem Su­per­markt­park­platz bis zu einer Stunde warten. Auf nächt­li­chen Land­stra­ßen beträgt die Wartezeit im Regelfall maximal 30 Minuten. In jedem Fall muss hiernach un­ver­züg­lich die Polizei be­nach­rich­tigt werden, wenn niemand zur Un­fall­stel­le kam. Den Tat­be­stand erfüllt selbst­ver­ständ­lich nicht, wer nichts von einem Unfall bemerkt hat, weil es sich z. B. um eine nicht wahr­nehm­ba­re Kleinst­kol­li­si­on gehandelt hat.

Folgen für die Ver­si­che­rung

Un­er­laub­tes Entfernen vom Unfallort hat auch gra­vie­ren­de Folgen für den Ver­si­che­rungs­schutz. Die Kas­ko­ver­si­che­rung wird zunächst teilweise leis­tungs­frei. Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung kann den Ver­si­che­rungs­neh­mer mit bis zu 5.000 € in Anspruch nehmen.

Die Broschüre "Von Al­ko­hol­kon­trol­le bis Un­fall­flucht" erhalten Sie in unserer Kanzlei sowie bei dem Deutschen An­walt­ver­ein.

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